Posts mit dem Label News werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label News werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

8. Juni 2009

POF als zukünftiger Standard im Auto-Bordnetz

Die ElektronikPraxis sieht ein steigendes Marktpotenzial für MOST:

Der vielleicht größte Vorteil optischer Fasern ist ihr geringeres Gewicht. Falls ein Knoten sowohl Strom als auch Daten benötigt, führt zu ihm sowieso ein Kupfer- kabel, und in diesem Fall ergibt es Sinn, auf diesem Kabel auch gleich die Daten mitzubefördern. Viele andere Knoten benötigen aber keine Stromzufuhr. In diesem Fall lässt sich durch Umstellung der betroffenen Übertragungsabschnitte auf Faseroptik eine erhebliche Gewichtseinsparung erzielen.
Auch das einfache Handling beim Einbau sowie die Vorteile bezüglich der EMV spielen in der Automobil-Industrie eine große Rolle. Da wir bei HarzOptics schon seit etlichen Jahren an POF-Lösungen im Bereich der Kommunikation wie beispielsweise dem OPTOTEACH POF-WDM-Lehrsystem oder POF-Kopplern arbeiten, freuen wir uns natürlich über das steigende Interesse am smarten Lichtwellenleiter, auch wenn EP-Autor Martin Swahn die Automobil-Branche noch für zu wenig innovationsfreudig hält:

Fest steht, dass die Automobilbranche sehr konservativ ist. Während einige ausgewählte Automobilhersteller bereits optische Übertragungsabschnitte verwenden, sind die nachgeordneten Zulieferer oft wesentlich zögerlicher, diese neue Technologie anzunehmen. Die Branche sollte jedoch darauf achten, dass sie durch ihre Zurückhaltung nicht die Chance verpasst, durch Implementierung optischer Fasertechnik im Auto den Wert ihrer Fahrzeuge zu steigern und die Konstruk- tionskosten [...] einzudämmen.

5. Februar 2009

Quecksilberdampflampen: Frist läuft bis 2011

Das Aus für Quecksilberdampflampen rückt näher...

Nachdem die Einspruchsfrist gegen die EU-Verordnung zum Austausch veralteter Quecksilberdampflampen in der vergangenen Woche einspruchslos verstrichen ist, tickt nun für fast jede zweite Straßenlampe in Deutschland die Uhr. Bis 2011 sollen die Lampen nach dem Willen der EU von allen europäischen Straßen verschwunden sein, theoretisch könnten Ersatzteile aber auch schon ab 2010 oder sogar schon 2009 nicht mehr erhältlich sein, wenn die Produktionskapazitäten schnell abgebaut werden.

Mir ist persönlich wirklich unklar, wie vielen Entscheidern in Kommunen und Städten, die noch alte Lampen verwenden (und das sind in Deutschland einige), schon so richtig bewußt ist, dass es in absehbarer Zeit keine Teile oder Ersatzlampen für ihre Technik mehr geben wird - und dass ein Austausch deshalb möglicherweise schon 2009 oder 2010 erforderlich sein könnte.

Städten und Kommunen, die jetzt schon mit dem Austausch beginnen und gleichzeitig sparen wollen, sei hier noch einmal die Teilnahme am Bundeswettbewerb Straßenbeleuchtung wärmstens empfohlen. Bis zum 27. Februar lassen sich noch Anträge einreichen - und unsere AuLED steht natürlich auf der Liste der förderfähigen Lampen...

19. Januar 2009

Photonik-Branche trotz Wirtschaftskrise stabil

Dieser Tage gibt es eine gute Nachricht vom Branchenverband SPECTARIS, die zeigt, dass unser Kerngeschäft soweit stabil ist, dass selbst der USA-Export kaum durch die weltweite Finanzkrise beeinträchtigt wird:

Trotz der Wirtschaftskrise blieb für die deutschen Hersteller von optischen Technologien der Handel mit den USA im vergangenen Jahr weitestgehend stabil. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenverband SPECTARIS anlässlich der internationalen Fachmesse "Photonics West", die vom 27. bis 29. Januar im kalifornischen San José stattfindet. Nach Angaben des Verbandes lagen die deutschen US-Exporte der Kernprodukte der optischen Technologien - Laser und optische Komponenten - in 2008 mit rund 263 Millionen Euro lediglich drei Prozent unter dem Wert des Jahres 2007.

Auch bei HarzOptics haben wir die Krise bislang kaum gespürt und hoffen natürlich, dass sich dies in 2009 nicht ändert. Gerade der Markt für LED-Beleuchtungstechnik macht uns dabei kaum Sorgen, da die Verknappung auch in den öffentlichen Kassen allenfalls dazu führen dürfte, dass jenseits von Design und Herstellerbekanntheit mehr Wert auf Energieeinsparungen gelegt wird.

Auf der diesjährigen Photonics West sind wir übrigens nicht direkt vertreten - aber unser Kollege Matthias Haupt von der Hochschule Harz wird wie auch schon im letzten Jahr das KT-Labor vorstellen und dabei auch auf unser OPTOTEACH-Lehrsystem und die AuLED verweisen können. Kern der Präsentation bleiben natürlich die Ergebnisse des OPTOREF-Projektes, welches seit ein paar Wochen auch mit einer eigenen Webseite im Netz vertreten ist.

31. Januar 2008

Hinweis auf Messtechnik-Forum

Ein guter Veranstaltungstipp für alle Messtechnik-Interessierten erreichte mich heute via IDW: Am 21. Februar wird in Göttingen parallel zur Measurement 2008 ein gemeinsm organisiertes Messtechnik-Forum des PhotonicNet-Kompetenznetzwerks sowie der Mahr GmbH stattfinden, einem Göttinger Spezialunternehmen für Fertigungsmesstechnik.

Im Rahmen dieser Veranstaltung soll ein Überblick über das breite Spektrum an Messverfahren in der Fertigung von Optikkomponenten gegeben werden. In verschiedenen Fachvorträgen werden neue Entwicklungen im Bereich der taktilen und interferometrischen Formerfassung sowie der Weißlicht-Interferenzmikroskopie präsentiert, außerdem soll über die Streifenreflexion und die Wellenfrontsensorik nach dem sogenannten Shack-Hartmann-Prinzip diskutiert werden. Daneben gibt es auch interessante Technik zu bestaunen, beispielsweise einen Asphärenmessplatz sowie einen Wellenfrontsensor.


Das genaue Programm und die Kontaktdaten für die Anmeldung finden sich hier. Wer sich für die Veranstaltung anmeldet, bekommt für die Teilnahmegebühr von 120 EUR bzw. 80 EUR für Mitglieder des Kompetenznetzes noch freie Eintrittskarten für die Messe.

Insgesamt also ein spannendes Event. Mal sehen, ob jemand von uns in diesem Jahr die Zeit dazu findet, die "Measurement" zu besuchen. Für alle Messtechnik-Interessierten sind Messe und Forum auf jeden Fall die Reise wert.

8. Januar 2008

POF-Applikationszentrum wird ausgewählter Ort im "Land der Ideen"

Wie der Informationsdienst Wissenschaft heute berichtet, wurde das Nürnberger POF Application Center (POF-AC) im Rahmen des bekannten Standortwettbewerbs "Land der Ideen" als ausgewählter Ort ausgezeichnet. Das POF-AC ist in Deutschland der unangefochtene Vorreiter in Sachen Polymerfaserforschung und betreibt unter anderem das erste POF-Musterhaus sowie den POF-Atlas, in dem sich eine ganze Reihe an Adressen und Fachartikeln zur POF-Forschung findet. Die besondere Bekanntheit des POF-AC lässt sich auch auf das von Prof. Ziemann - dem wissenschaftlichen Geschäftsführer des Instituts - mitverfasste POF-Handbuch zurückführen, welches als das deutschsprachige Standardwerk zum Thema POF-Datenübertragung gilt, und auch für alle HarzOptics-Kollegen zur absoluten Pflichtlektüre gehört. Als Teil des Ideen-Wettbewerbs wird das Zentrum am 10. November diesen Jahres mit einer Veranstaltung unter dem Titel "Faser verbinden" verschiedene aktuelle POF-Forschungsprojekte der Öffentlichkeit präsentieren.

Das HarzOptics-Team gratuliert der Leitung des POF-AC sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
FH Nürnberg besonders herzlich zu diesem wohlverdienten Erfolg, der einmal mehr unterstreicht, welche enorme Bedeutung die POF-Datenübertragung für die Zukunft des Standortes Deutschland besitzt.

18. Dezember 2007

Interview im MaschinenMarkt veröffentlicht

Bereits vor einiger Zeit wurden Prof. Fischer-Hirchert und ich von Frau Kerz, einer Wissenschaftsjournalistin aus Hamburg, für den MaschinenMarkt zum Thema POF interviewt. Teile dieses Interviews haben nun in den sehr lesenswerten Artikel "Polymere optische Kabel ermöglichen hohe Übertragungsraten in Netzwerken" Eingang gefunden, der hier online (als Volltext) eingesehen werden kann.

Neben den Forschungen der HarzOptics GmbH zur WDM-Übertragung via Polymerfasern, befasst sich die Autorin noch mit weiteren interessanten POF-Projekten, darunter der 1GB-Übertragung der POF-All-Projektgruppe, oder den Industrieentwicklern bei Hamamatsu. Insgesamt ein sehr gelungener Artikel, der einige spannende Einsichten in aktuelle Forschungsarbeiten im POF-Bereich bietet und dessen Lektüre allen POF-Interessierten an dieser Stelle nur empfohlen werden kann.

7. Dezember 2007

Zukunftspreis 2007 geht an LED-Forscher

Die gestrige Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2007 durch Bundespräsident Horst Köhler hat wieder einmal unterstrichen: Die Optik / Photonik ist eine der wesentlichen Schlüsseltechnologien für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Ausgezeichnet wurden drei Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (Fraunhofer IOF) im schönen Jena sowie der Firma Osram Opto Semiconductors GmbH aus Regensburg, auf deren Webseite die sympathischen Wissenschaftler den Erfolg zu Recht feiern. In eigenen Worten:
"So sehen Sieger aus!" - Wenn solche Rethorik gelegentlich auch einmal von den Massenmedien übernommen werden würde, ließen sich vielleicht auch wieder mehr junge Menschen für ein natur- oder ingenieurswissenschaftliches Studium begeistern, so dass dem Ingenieurmangel effektiv begegnet werden könnte. Die medialen Superlative sind heutzutage ja aber zumeist bedauerlicherweise nur für Sportler und Medienkünstler reserviert und weniger für Menschen, die ihr Leben in den Dienst von Wissenschaft und Forschung stellen - eine Problematik, die durchaus einmal einen eigenen Blogpost verdient hätte.

Die ausgezeichnete Innovation: Den drei Wissenschaftlern und ihrem 60 Personen starken Forschertem ist es gelungen, besonders lichtstarke LEDs zu entwickeln - eine Technik, die mittelfristig den Beleuchtungsmarkt revolutionieren könnte. Dem Forscherteam gelang es, mit Hilfe der Dünnfilmtechnologie die Leistungsfähigkeit von LED-Chips deutlich zu steigern - und die passenden Gehäuse für die neuen LED-Chipsätze entwicklten die Lichtforscher gleich mit. Solche Hochleistungs-LED könnten in Zukunft vielfach herkömmliche Glühbirnen ersetzen - und dies bei gleicher oder stärkerer Lichtleistung und geringerem Energieverbrauch, so dass bei entsprechend breitem Einsatz z.B. in der Straßen- oder in der Industriebeleuchtung die Energieeffizienz gesteigert und damit ein positiver Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz geleistet werden könnte.

Da auch bei HarzOptics viel mit LEDs gearbeitet wird - inbesondere engagieren wir uns in der Charakterisierung der optischen Eigenschaften von LED-Beleuchungselementen und bieten hierfür beispielsweise die Übernahme von LED-Farbortmessungen an - freut sich das HarzOptics-Team darüber, dass die enormen Möglichkeiten des LED-Einsatzes in der Beleuchtungstechnik durch die großartige Arbeit der Forscher Streubel, Illeck und Breuer ins Blickfeld der Medien gerückt werden konnten, und gratuliert den Zukunftspreisträgern sowie allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LED-Teams aufs Herzlichste.

31. August 2007

Corning will mit neuer Glasfaser den Markt revolutionieren

Wie einer aktuellen Pressemitteilung des US-Glasfaserherstellers Corning zu entnehmen ist, plant das Unternehmen mit einer neuartigen Glasfaser (nanoStructures fibre) den Markt für optische Fasern weltweit umzukrempeln. Wie einer heise-Meldung vom 24.08. zu entnehmen ist, sollen die Fasern insbesondere für Hausanschlüsse (beispielsweise im Rahmen des TriplePlay-Konzepts, mit dem sich auch HarzOptics beschäftigt) interessant sein, da sie extrem robust ausfallen und typische, beim Verlegen in Privathäusern auftretende Belastungen durch Knicken, Verdrehen oder Biegen besser standhalten kann als Standard-Glasfaserkabeln.

Damit könnte erstmals eine Glasfaser auf den Markt kommen, welche einige der positiven Eigenschaften der POF mit den Übertragungseigenschaften der Glasfaser kombiniert, wodurch interessante Anwendungen im Heimverkabelungs-Bereich möglich werden. Erhältlich ist die nanoStructures fibre allerdings noch nicht, Corning plant laut heise, das neue Produkt auf der FTTH Conference in Orlando Ende September vorzustellen. Bis dahin kann man über die exakten technischen Specs der Faser nur spekulieren und es bleibt abzuwarten, welchen Impact das neue Produkt auf den Heimanwender-Markt in Deutschland haben wird.

Unsere Vermutung: Für die nahe und mittlere Zukunft wird die POF für den In-House-Bereich schon aufgrund des einfacheren Handlings interessanter als die Corning-Faser bleiben - bedenkt man allein den Aufwand, der für einen Glasfaser-Spleiß betrieben werden muss und vergleicht dies mit dem Aufwand beim Verlegen und Verbinden von Polymerfasern wird klar, dass für Heimwerker auch eine robustere Glasfaser immer noch mehr Arbeit bedeuten dürfte. Unabhängig davon sehen wir der Veröffentlichung im September mit Interesse entgehen und sind gespannt, welche Belastungen die Faser im tagtäglichen Gebrauch ertragen kann und wie es um ihre Übertragungseigenschaften bestellt ist.

Aktuelle Videonews aus der Faseroptik



Zum Betrachten einfach ein Video anklicken (Flash benötigt)